Kein Ende der Niederlagenserie

Die Zweitliga-Mannschaft der Braunschweig 89ers konnte am Wochenende erneut nichts Zählbares mit nach Braunschweig bringen. In zwei knappen Spielen unterlagen die Löwenstädter bei den Elmshorn Alligators mit 4-2 und 2-1.


Gleich zu Beginn des ersten Spiels konnte man sehen, dass die 89ers aggressiv aufspielen wollten. Die ersten beiden Pitches von Alligators-Starter Sören Entress verwandelten Max Jaeger und Remko Ahrens in zwei Hits und die 1:0-Führung für Braunschweig. Die Alligators starteten etwas verhaltener in die Partie, kassierten dafür aber zwei Walks von Braunschweigs Starting Pitcher Leon Mühlen und glichen zum 1-1 aus.

In der Folge entwickelte sich ein Spiel, in dem beide Mannschaften zwar Läufer auf die Bases brachten, kein Team jedoch punkten konnte. Erst im vierten Inning waren es die Elmshorner, die nach zwei Errors im Braunschweiger Infield, zwei Walks und einem abgeworfenen Schlagmann mit 4-1 in Führung gehen konnten. Erst im siebten Inning konnte die Braunschweiger Offensive noch einmal tätig werden und durch Mika Kockmann auf den 4:2-Endstand verkürzen. Leon Mühlen musste als Pitcher den Loss einstecken, obwohl er nur einen Earned Run zugelassen hatte, den Alligators nur drei Hits bei sieben Strikeouts erlaubte, aber auch sieben Walks warf. Braunschweigs Offensive konnte fünf Hits verteilt auf fünf Spieler (Jaeger, Ahrens, René Jecht Gonzalez, Timm Strübing und Hannes Meier) erzielen. Hannes „Heiko“ Meier wird sein Hit besonders in Erinnerung bleiben: Es war sein erster Hit in der 2. Bundesliga.

 

Auch im zweiten Spiel wollte Braunschweigs Offensive aggressiv gegen Elmshorns US-Werfer Robert Ingram (7 IP, 0 ER, 13 K, 1 BB, 3 H) beginnen. Ein solch furioser Start wie in Spiel eins gelang den 89ers aber nicht. Der erste Hit gelang dann zwar im zweiten Inning, dem standen aber vier Strikeouts gegenüber. 89ers-Starter Mika Kockmann warf zwar weniger Strikeouts, aber mit Unterstützung seiner blitzsauberen Feldverteidigung fanden auch die Alligators nur schwer ins Spiel. Sie brachten zwar bis ins vierte Inning immer wieder Runner auf die Bases, jedes Mal gelang aber das, aus Sicht der Braunschweiger erlösende, dritte Aus, bevor ein Punkt erlaufen werden konnte. Im fünften Inning passierte es dann doch: Die Alligators konnten den ersten Batter des Innings per Hit By Pitch auf Base bringen und drei Schlagmänner später stand es 1:0 für die Hausherren. Die 89ers ließen sich davon nicht entmutigen und konterten gleich im folgenden Durchgang, als Marc Hoffmann den Ausgleich auf Hit von Timm Strübing erlaufen konnte.

Vorläufig kamen keine weiteren Punkte zu Stande, ehe in der unteren Hälfte des siebten Innings das alte Muster erneut funktionierte: Lead Off Batter auf Base bringen, den Läufer mit Hit und Bunt auf die dritte Base bringen und dann mit einem weiteren Hit nach Hause schlagen zum 2:1-Walk-Off-Erfolg für die Elmshorner.

Mika Kockmann warf eine solide Partie (7 IP, 2 ER, 2 K, 3 BB), musste aber acht Hits der Gegner hinnehmen. Unterstützt wurde er von seiner Defensive, die sich erstmals seit acht Spielen keinen Error erlaubte. Offensiv kamen die 89ers auf drei Hits (Strübing (2) und Marvin Voigt). Auch erwähnt werden soll das Zweitliga-Debüt von Robert Buschtöns, der am Schlag aber glücklos blieb.

„Auch wenn am Ende erneut zwei Niederlagen stehen, konnte man einen deutlichen Aufwärtstrend sehen. Das Pitching hat gut funktioniert und die Feldverteidigung verbesserte sich von Inning zu Inning. Am Ende hat etwas mehr Kadertiefe und auch das Quäntchen Glück gefehlt, um im zweiten Spiel gegen den starken Importpitcher der Elmshorner mehr Druck machen zu können. Im Gegensatz zu den teilweise deutlicheren Ergebnissen der vergangenen Wochen haben sich diese Niederlagen fast schon wie Siege angefühlt. Wir hatten durchgängig das Gefühl, dass noch was gehen kann. Das hat in den letzten Wochen gefehlt. Dazu beigetragen hat auch die gute Atmosphäre im kleinen und engen Ballpark in Elmshorn mit vielen Zuschauer und guter, fairer Stimmung. Es war super, was die Alligators da zum letzten Heimspiel auf die Beine gestellt haben“, fasst Coach Timm Strübing den Spieltag zusammen.

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