Bowie mit Walk-Off Homerun - 89ers gewinnen zweimal deutlich

Für die Berlin Sluggers gab es bei den Braunschweig 89ers nichts zu holen. Auch weil die 89ers Offensive erneut dominierte. Mit einem 18:8 und einem 11:1 feierten die Braunschweiger den dritten und vierten Sieg in Folge.

Erneut entschieden die Offensiv-Reihen der Braunschweig 89ers das Spiel quasi im ersten Inning. Nachdem der Starter der 89ers, Leon Mühlen, die Gäste aus Berlin mit einem 1,2,3 Inning auf die Bank schickte, musste Benjamin Weber, Pitcher der Sluggers gleich fünf Punkte der 89ers hinnehmen und wurde bereits im ersten Inning durch Anton Mittlemann ersetzt. Auch er konnte die Schlagleute aus Braunschweig nicht bremsen. Mika Kockmann schlug einen schönen Double ins Rightfield und weitere drei Runs erhöhten die Führung auf 8:0 nach dem ersten Inning.


In den folgenden Innings wurde es auch bei den Braunschweigern ruhiger und beide Defensiv-Reihen ließen nicht viel zu. Im vierten Inning waren es dann wieder die 89ers, die Punkte auf das Scoreboard brachten. Der Pitcher der Gäste zeigte immer mehr Probleme mit seiner Kontrolle und so reagierten die Sluggers erneut mit einem Pitcher-Wechsel. Dominik Vasielewski verhinderte Schlimmeres und nach vier Innings schien die Partie gelaufen. (12:0)

Doch die Sluggers gaben sich nicht auf und auch Mühlen zeigte im fünften Inning Kontrollprobleme, nachdem er vier hervorragende Innings absolviert hatte. Marvin Freise wurde bei geladenen Bases eingewechselt und musste weitere Punkte der Berliner hinnehmen, eher er richtig ins Spiel fand. Nach fünf gespielten Innings stand es nur noch13:5 für die 89ers. Doch Freise fand immer besser in die Partie und gab lediglich drei weitere Runs in den folgenden Innings ab. Im achten Inning machte die Offensive der Braunschweiger endlich die nötigen Punkte, um das Spiel vorzeitig zu beenden. Die 89ers machten sich an der ein oder anderen Stelle das Leben schwer und man hätte früher das Spiel entscheiden können. Doch am Ende war es ein klarer Erfolg über das Team aus der Hauptstadt.



 

Anders lief es im zweiten Spiel.Sebastian Kaluza startete für die 89ers auf dem Mound. Nach einem Walk an Max Krause konnten die Sluggers durch Kevin Cooray mit 0:1 in Führung gehen, ehe die 89ers mit einem schönen Double-Play aus dem Inning kamen. David Stoddard, Pitcher der Sluggers, kam unbeschadet aus dem ersten Inning. Die Braunschweiger erzielten gute Kontakte, aber nur Cordell Bowie kam mit einem Triple auf Base, ohne dass es den 89ers gelang ihn nach Hause zu bringen. Doch auch Kaluza ließ in den folgenden Innings nichts mehr zu. Die Gäste aus Berlin konnten zwar immer wieder Nadelstiche setzen, aber auf seine Defensive konnte sich Kaluza an dem Tag zu 100% verlassen.


Im vierten Inning drehten die 89ers die Partie. Marvin Voigt schlug einen weiten Ball ins rechte Centerfield. Er riskierte es von der zweiten Base weiter zur dritten Base zu laufen und die gewagte Aktion wurde mit etwas Glück belohnt. Bei keinem Aus war ein Läufer auf der dritten Base und die Chancen zum Ausgleich entsprechend hoch. Es sollte jedoch noch besser kommen. Aaron Toporek kam durch einen Hit-by-Pitch auf Base und konnte mit einem Steal zur zweiten Base vorrücken. Renè Jecht Gonzalez sorgte mit seinem Hit für den Ausgleich und Toporek konte durch einen Fehler der Sluggers die 89ers mit 2:1 in Führung bringen. Remko Ahrens erzielte einen weiteren Hit und die Sluggers zeigten Nerven. Ein Wild Pitch und ein Error brachten weitere Punkte. Beim Spielstand von 4:1 wechselten die Sluggers ihren Werfer und Leon Kaufmann pitchte weiter, doch auch er kam nicht ganz unbeschadet aus dem Inning. Drei weitere Punkte der 89ers sollten das Spiel in eine deutliche Richtung lenken (7:1). Auch die Braunschweiger wechselten ihren Pitcher und Aaron Toporek ließ den Gästen aus Berlin keine Chance. Mit zwei Strike-Outs und einem Groundout beendete er die Offensivbemühungen der Sluggers.


Das Highlight des Tages hoben sich die 89ers für das Ende des Spiels auf. Robert Dröge und Dominic Stripling konnten auf den Triple von Max Jaeger die Führung auf 10:1 ausbauen. Cordell Bowie sollte das letzte Wort in diesem Spiel haben. Mit Läufer auf der dritten Base schickte er den Ball weit über den Leftfield Zaun und beendete die Partie der 89ers mit einem 10 Punkte Vorsprung und einem Walk-Off 11:1. Schöner kann ein Baseballspiel nicht enden.


(Fotos: Miriam Wesche)