13. Juni - Heute ist WORLD SOFTBALL DAY!

Seit 2005 findet jährlich am 13. Juni der World Softball Day statt. Ausgerufen hatte dies Don Porter (damaliger Vorsitzender der International Softball Federation) anlässlich des 40. Jahrestages der 1. Softball Weltmeisterschaft 1965 in Melbourne, Australien.


Somit ist dieser Tag genau der richtige Anlass, um sich einmal genauer mit der in Deutschland etwas weniger bekannten Variante des Baseball zu beschäftigen. Denn für viele Menschen in Deutschland ist die erste Assoziation beim Begriff „Softball“ immer noch der „Schaumstoffball“ aus dem Sportunterricht oder das tennisähnliche Freizeit- und Strandspiel, das mit Plastik-Tennisschlägern und einem kleinen, weichen, gelben Schaumstoffball gespielt wird.

Softball ähnelt Baseball sehr und unterscheidet sich hauptsächlich durch angepasste Regeln, die sich im Grunde auf die geringere Spielfeldgröße beziehen. Da das Softballfeld „nur“ 2/3 der Größe eines Baseballfeldes ausmacht, sorgt der größere Ball dafür, dass dieser nicht so hart geworfen und geschlagen werden kann. Passend zum größeren Ball (Durchmesser ca. 11,5 cm) verwendet man Softballschläger, die gegenüber dem klassischen Baseballschläger aus Holz etwas dünner, leichter und fast ausschließlich aus Aluminium gefertigt sind und eine angepasste Form haben. Außerdem muss zum Beispiel beim Pitchen der Softball durch einen Unterhandwurf von unterhalb der Hüfte geworfen werden. Dadurch ist die Wurfbewegung weicher („softer“) und ist ein möglicher Ursprung für den Namen dieser Sportart. Wirklich „softer“ als ein Baseball ist der echte Softball nämlich gar nicht, sondern auf Grund seines größeren Durchmessers und der Kompression sogar härter!


Beim Softball wird zwischen zwei Spielvarianten unterschieden. Beim Slowpitch-Softball gibt es eine Regel, die eine Mindesthöhe beim Wurf vorgibt, wodurch es zu langsameren Pitches und einem schlagbetonten Spiel kommt. Währenddessen gibt es beim Fastpitch-Softball keine derartige Begrenzung, was ein schnelleres und variantenreicheres Pitchen ermöglicht. Bei den großen Wettbewerben ist fast immer vom Fastpitch-Softball die Rede. So auch beim einzigen organisierten Ligaspielbetrieb in Deutschland, der Softball-Bundesliga – nur für Frauen. Bei den Breitensportwettbewerben gibt es aber auch viele gemischtgeschlechtliche Teams. Außerdem wird bei letzterem auch häufiger die Slowpitch-Variante gespielt.

Aber blicken wir zurück zu den frühen Anfängen des Softballs, in 1887, als der amerikanische Reporter George Hancock den Softball – damals noch als Hallensportart gedacht – erfand. Darum wurde der Sport in den USA auch manchmal „indoor baseball“ genannt. Den heutigen Namen „Softball“ gewann das Spiel erst 1926. Sieben Jahre später wurde die Amateur Softball Association of America (ASAA) in den USA gegründet und öffnete den Sport auch für weibliche Spielerinnen. Im Jahr 1965 folgte die International Softball Federation (ISF) und richtete die erste Damen Softball Weltmeisterschaft mit damals nur fünf Mannschaften aus.


In Deutschland entwickelte sich die Sportart deutlich langsamer. Zwar wurde 1950 schon die Amateur Baseball Föderation Deutschland gegründet, aber erst mit der Umbenennung 1980 in den heutigen Deutschen Baseball und Softball Verband (DBV) gewann die Sportart in Deutschland an Bedeutung. Die ersten deutschen Softballmeister waren in 1981 die Munich Tigers. 1999 wurde die heutige Softball-Bundesliga gegründet, die höchste deutsche Spielklasse im Fastpitch-Softball.


Seit 1996 ist Softball auch eine olympische Sportart und feierte seine Premiere bei den Olympischen Sommerspielen in Atlanta. Die Bekanntgabe hierfür fand am 13. Juni 1991 statt und machte diesen Tag somit sehr bedeutsam für den Softball. Nach zuletzt zwei Olypischen Sommerspielen ohne Softball-Beteiligung wurde für die diesjährigen Spiele in Tokyo Fastpitch-Softball wieder ins Programm aufgenommen. In der vergangenen Woche war bereits von der australischen Nationalmannschaft als erste eingetroffene Teilnehmer bei Olympia in den Medien die Rede. Sie und fünf weitere Teams werden ab dem 21. Juli 2021 um die Goldmedaille kämpfen - leider ohne deutsche Beteiligung.

Dies war ein kurzer Rückblick über die Geschichte des Softballs mit ein paar seiner Grundregeln. Wenn wir Dich damit neugierig auf diesen tollen Sport gemacht haben und Du Interesse daran hast es selbst einmal auszuprobieren, dann komm doch einfach bei unserem Training vorbei. Wir sind aktuell eine Mannschaft von 15 Spielerinnen im Alter von 16 bis 42 Jahren und trainieren dienstags und donnerstags um 18:30 Uhr im Lindenberg (Südstadt). Also wenn Du Lust hast, komm vorbei! Wir freuen uns immer, interessierten Menschen unseren Lieblingssport näher zu bringen!

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